Geschichte

Von Aufständen, Börsengängen, Flucht und mutigen Innovationen – über die Brauerei gibt es viel zu erzählen. 
Hier die wichtigsten Ereignisse im Überblick.

Aktuelles findest du in der Rubrik News.

1837 - 1867

1837: Der Grundstein ist gelegt - Müllermeister Plank bekommt die Baubewilligung von Stift Klosterneuburg. Brauhaus und Tanzsaal werden im Folgejahr fertiggestellt. 
Der Wiener Vorort Ottakring zählt damals 150 Häuser, von denen 102 eine sogenannte Schankgerechtigkeit besitzen. In dieser Zeit gab es rund um Wien 44 Brauereien – Ottakringer ist heute die einzig verbliebene.

1850: Die Cousins Ignaz und Jacob Kuffer kauften dem verschuldeten Müllermeister Plank die Brauerei ab. Binnen kürzester Zeit wird daraus ein Vorzeigebetrieb auf höchstem technischen Niveau. Sie führen, für die damalige Zeit vorbildliche, arbeits- und sozial-rechtliche Bestimmungen ein. Für seine großen Verdienste um Ottakring wird der langjährige Bürgermeister Ignaz Kuffner 1878 in den erblichen Adelsstand erhoben.

1867: Die Arbeiterschaft der Brauerei bekommt ein eigenes Speiselokal, das für jeden Arbeiter kostengünstige und gute Küche bot - eine Seltenheit für diese Zeit.

 

1882 - 1908

1882: Im Jahr 1882 tritt Moriz Kuffner das Erbe seines Vaters Ignaz an und setzt die Erfolgsgeschichte der Brauerei fort. Er ist nicht nur Unternehmer, sondern auch Philosoph, Kunstsammler und einer der bedeutendsten Alpinisten seiner Zeit. Als begeisterter Hobbyastronom gründete er auf dem Gallitzinberg eine nach ihm benannte und heute noch existierende Sternwarte.

1891: Baubeginn für den Ottakringer Tiefquell, den Brauwasser-Brunnen der Ottakringer Brauerei. Er wird erst sieben Jahre später, 1898 fertiggestellt.

1892: Ottakring wird Ende des 19. Jahrhunderts ein Teil von Wien. 

1905: Um weitere Expansionen zu ermöglichen, wird die Ottakringer Brauerei in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Das Unternehmen bleibt aber weiterhin im Familienbesitz. 

1908: Der Bau des Darreturm - das jetzige Wahrzeichen der Brauerei - wird fertiggestellt. 

1938 - 1962

1938: Der damals 85-jährige Moriz Kuffner flieht in die Schweiz, wo er kurz darauf stirbt. Die Brauerei wird zu dem relativ geringen Betrag von 14 Millionen Schilling an den Stockerauer Presshefe- und Spiritusfabrikanten Gustav Harmer verkauft. In den Kriegsjahren wird aus Rohstoffmangel nur 2,5 grädiges Bier gebraut.

1945: Die Brauerei steht kurz unter treuhändischer Verwaltung der russischen Besatzungsmacht. Später kann die Familie Harmer beweisen, dass der Besitz rechtmäßig erworben wurde, strebt noch in der Besatzungszeit eine endgültige Regelung an und zahlt den Erben Kuffners eine Abfertigung von rund 11 Millionen Schilling. Am 21. Juni meldet die Zeitung „Neues Österreich“, dass es in Ottakring wieder Bier gibt. 

1949: Endlich kehrt das 12 grädige Lagerbier zurück! Davor gab es, aus Rohstoffmangel, nur "Dünnbier".

1962: Die Familie Wenckheim steigt bei Ottakringer ein. Ihre Beteiligung unterstreicht und verstärkt den Charakter von Ottakringer als privater Familienbrauerei.

1967 - 1989

1967: "Gold Fassl Spezial" kommt auf den Markt und ist innerhalb kürzester Zeit ausverkauft!

1977: Harmer und Wenckheim treffen eine richtungsweisende Entscheidung: Die Ottakringer Brauerei tritt aus dem Bierkartell aus. Dies hat zur Folge, dass der Gebietsschutz fällt und die Gastronomen nunmehr die Freiheit haben, sich den Bierlieferanten auszusuchen.

1984: Engelbert Wenckheim führt als Alleinvorstand die Brauerei.

1986: Die Ottakringer Brauerei AG bringt zum ersten Mal Jungaktien an die Börse. Seither notiert das Unternehmen im Standard Market Auction (ehemaliges C-Segment) der Wiener Börse – und entwickelt sich überaus erfolgreich.

1989: Ottakringer bringt die elegante, grüne Schulterflasche auf den Markt. Im selben Jahr übernimmt Mag. Sigi Menz die Gesamtverantwortung für den kaufmännischen Bereich von Diplomkaufmann Engelbert Wenckheim. Dieser wechselt in den Aufsichtsrat.

1990-2000

1991: Das alkoholfreie Ottakringer Null Komma Josef kommt auf den Markt. Bereits ein Jahr nach der Einführung ist es Marktführer in seinem Segment.

1997: Ottakringer beweist wieder einmal seine Vorreiterposition am österreichischen Biermarkt. Das Familienunternehmen bringt als erste österreichische Brauerei den Drehkorken-Verschluss auf den Markt – oder genauer gesagt auf die 0,33l-Einwegflasche.

1986: Die Ottakringer Brauerei AG bringt zum ersten Mal Jungaktien an die Börse. Seither notiert das Unternehmen im Standard Market Auction (ehemaliges C-Segment) der Wiener Börse – und entwickelt sich überaus erfolgreich.

2000: Sigi Menz wird Vorstandsvorsitzender der Ottakringer Brauerei, Christiane Wenckheim,
zuvor Marketing-Managerin in der Brauerei, wird zweiter Vorstand.

2003 - 2012

2003: Der Ottakringer Shop öffnet  seine  Pforten, diekt am Brauerei Gelände.

2005: Ottakringer verblüfft die Fach- und Biergenießer-Welt mit einem neuen Frischeverschluss, dem Blopp.

2007: Das 16er-Blech wird verwirklicht. In der Umgangssprache wurde das Ottakringer Dosenbier aber schon lange so genannt: „16“ steht für Ottakring, den 16. Wiener Gemeindebezirk und „Blech“ für das Dosenmaterial.

2008: Ottakringer erhält als erste österreichische Brauerei das AMA-Gütesiegel.

2009: Die Aktien vom niederländischen Bierkonzern Heineken werden zurückgekauft - Ottarkinger ist nun wieder ganz in österreichischer Hand. Mag. Sigi Menz wechselt als Vorstandsvorsitzender in die Ottakringer Getränke AG und Christiane Wenckheim wird alleiniger Vorstand der Ottakringer Brauerei. In diesem Jahr wird auch das Ottarocker für Festivals gelauncht. 

2012: Die Ottakringer Brauerei öffnet sich der Stadt und wird innen sowie außen renoviert und verschönert. Im Herbst werden 175 Jahre am neuen Areal gefeiert und der neue Ottakringer Citrus Radler löst den Ottakringer Radler Zitrone ab. Die Brauerei enthüllt im Jubiläumsjahr eine ganze Palette an Neuerungen. Das frische Erscheinungsbild ist sicher der auffälligste, aber nicht der einzige Schritt, mit dem die Wiener Traditionsbrauerei Akzente setzt. In diesem Jahr wird auch die legendäre Bierrutsche gelauncht. 

2013-2014

2013: Start der Ottakringer Braukultur-Wochen! 10 Brauereien, 9 Wochen, 1 Fest der Braukultur. Am Freigelände präsentierten wir gemeinsam mit neun Gast-Brauereien neun Wochen lang ganz besondere Bier-Spezialitäten. Mit dabei: Ein bieriges Sommerprogramm, das bei freiem Eintritt an jedem Tag Kulinarik und Unterhaltung in der kultigen Sommerlocation Ottakringer Brauerei bietet. 

2013: Das Gold Fassl Zwickl ist in der Gastronomie seit Jahren ein Dauerbrenner. Nun hat die Wiener Qualitätsbrauerei ein Verfahren entwickelt, das die hohe Qualität des Zwickls auch in der Flasche gewährleistet und ist nun in der 0,5-Liter-Pfandflasche erhältlich.

2013: Die Ottakringer Brauerei beteiligt sich an der Kampagne „Sag’s am Mehrweg“, eine Initiative vom Lebensministerium. Eigenes Etikett als Flaschenpost an den Liebsten schicken und einen Jahresvorrat Ottakringer gewinnen! Der Gewinnerspruch kommt auf das Rückenetiketten aller 0,5l Mehrwegflaschen Helles und Radler.

2014: Wiener Original. Stephansdom, Riesenrad, Schloss Schönbrunn – sie zählen zu den großen Wiener Wahrzeichen. Mit einer neuen Bierkreation, dem „Wiener Original“, setzt die Ottakringer Brauerei ein weiteres Wahrzeichen für Wien und greift eine über 100 Jahre alte Rezeptur auf, die die Braumeister zeitgemäß interpretieren. Als prominentes Testimonial für das „Wiener Original“ fungiert Nicholas Ofczarek. Auch im Jahr 2014 wurde erstmals die Biersommelier-Ausbildung angeboten. So macht Lernen Spaß: Bierige Fortbildung zum Österreichischen Biersommelier in der Ottakringer Brauerei Angesprochen werden Gastronomie-Profis, die sich fortbilden möchten, aber auch private Bierliebhaber, die ihr Praxiswissen über Bier erweitern wollen. 

2014: Handwerk im Brauwerk – kreative Biere von und im Herzen Wiens Das Brauwerk ist Wiens neue Kreativbrauerei, die zwar am Gelände der Ottakringer Brauerei angesiedelt ist, aber vollkommen eigenständig arbeitet. Das höchste Augenmerk wird hier auf die Herstellung handwerklich kreierter Köstlichkeiten gelegt. Darüber hinaus wird das Brauwerk als Stätte für Aus- und Weiterbildung in Form von Brauseminaren und Bierschulungen jeder Art dienen. 

2015 - 2017

2015: Über 1.000 Menschen fanden täglich den Weg ins Herz von Ottakring zu den Braukultur-Wochen. Das ist Besucherrekord! Sie kosteten sich durch die Biere von insgesamt elf Brauereien und die kulinarischen Schmankerl und genossen das gebotene Unterhaltungsprogramm. Außerdem neu: Das  Wiener G’mischte. Es präsentiert sich als ausgewogene, elegante Bierkomposition. Feines Hopfenaroma des hellen umspielt die leicht malzige – aber nicht zu süße – Note des dunklen Bieres. Die kastanienbraune Farbe mit kupferfarbenen Reflexen und das zarte Aroma von Bitterschokolade und Honig machen diese Bierkreation einzigartig und besonders „samtig“ im Genuss. Und Matthias Ortner wird zum Vorstand in der Ottakringer Brauerei. 

2016: Ottakringer wird zur besten Brauerei Europas gekürt und gewinnt beim European Beer Star Gold in den beiden wichtigsten Kategorien "Helles" und "Pils", sowie Silber für das "Dunkle" und "Porter".

2017: Die Ottakringer Brauerei feiert 180-jähriges Bestehen. Beim European Beer Star wird Gold Fassl Dunkles mit der Bronzemedaille ausgezeichnet.